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Stille...so laut!

Diesmal war es für mich nicht so einfach 8 Momente zu sammeln bei #8sammeln der monatlichen Miniblogparade von Susanne Wagner. Es war ein völlig ungewöhnlicher Tag.

Ich habe meinen Lieblingsmenschen aus der Klinik abgeholt. Da war ich überhaupt nicht achtsam, sondern vor allem am organisieren: Mit der Fellnase rausgehen, schnell was frühstücken, Sachen packen und los.

Anschließend lief der Tag so vor sich hin mit dem Ankommen zu Hause.

Dann die Erinnerung heute ist um 18 Uhr Eva Scheller´s Raum der Stille. Zwanzig Minuten in Stille sitzen. Ja das kann ich heute gebrauchen. Eva hatte heute Morgen noch geschrieben sich wie ein Kiesel auf den Grund des Flußbettes sinken zu lassen und alles über sich hinweg ziehen lassen. An dieses Bild habe ich mich erinnert.

1.) Gong. Noch mal den Sitz korrigieren. Hände auf den Bauch. Atem spüren. Ein zwei Atemzüge und dabei den Kiesel unter Wasser sinken lassen.

2.) Mein Hirn möchte nicht ruhig sein. Aufmerksam lauschen und kommentieren. Der Hund schnarcht, die Wand knackt, Lieblingsmensch schnieft. Alles wird kommentiert.

3.) Ein zwei bewußte Atemzüge – wieder beim Kiesel.

4.) „Das wäre doch ein guter Artikel für #8sammeln“ Ruhe!

5.) Mein rechter Daumen kribbelt. Schläft mir jetzt die Hand ein? Puh, wann sind den 20 Minuten um?

6.) Aua, jetzt träumt die Fellnase und hat mich getreten. Von was sie wohl träumt.

7.) Komm zurück! Atmen – Ein – Aus – Kopf sei doch mal still!

8.) Der Gong – waren das lange 20 Minuten. Das ging auch schon mal besser.

Meine Stille war ganz schön laut. Trotzdem hat es mir gut getan. Ich war mehr bei mir als den ganzen Tag über. Auch dies ist Achtsamkeit. Ich mag diese Erinnerung von Susanne. So wird Achtsamkeit für mich immer erfahrbarer.

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